
Ernährungstipps bei Gicht
Gicht ist eine bereits im Mittelalter auftretende Erkrankung und betraf damals wie heute nur die reichen und wohlhabenden Menschen. Das alte Wort "Zipperlein" bezeichnete früher die Gicht.
Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der sich winzige Harnsäurekristalle in Gelenken und Geweben ablagern und Schmerzen und Schäden verursachen. Dabei hat man zuerst starke Schmerzen und Schwellungen in kleinen Gelenken wie etwa dem Großzeh. Unbehandelt dauern diese Anfälle ungefähr drei Tage an. Stück für Stück werden durch diese scharfen Kristalle Knorpel und damit Gelenke zerstört, im weiteren Verlauf wird auch die Niere geschädigt und kann nicht mehr richtig arbeiten (Niereninsuffizienz).
Es gibt mittlerweile sehr bewährte und gute Medikamente gegen erhöhte Harnsäurewerte, aber man kann eine Menge selber durch die Ernährung tun, um einen Gichtanfall zu vermeiden! Harnsäure ist ein Abbauprodukt von Purinen, was beim Verzehr bestimmter Nahrungsmittel entsteht. Wenn man diese Nahrungsmittel konsequent meidet, kann man im Anfangsstadium die Gicht sehr gut im Zaum halten:
1. Normalgewicht ist in jedem Fall anzustreben. Dabei bitte auf keinen Fall Heilfastenkuren machen oder eiweißreiche Diäten wählen, denn dadurch kann erst Recht ein Anfall ausgelöst werden!!!
2. Um die Niere gut durchzuspülen, viel trinken! Dabei ist Bier, auch alkoholfreies leider verboten! Es enthält ebenfalls Stoffe, die in großer Menge zu Harnsäure umgebaut werden! Überhaupt sollte der Alkoholkonsum eingeschränkt werden, da er die Bildung von Harnsäure aus Purinen steigert!
3. Der Konsum von Fleisch, Fleischwaren und Fisch sollte unter 100g am Tag liegen. Innereien konsequent meiden!
4. Bestimmte Nahrungsmittel mit hoher Konzentration an Purinen meiden! Dies sind: Hefe, Sojabohnen, Sojamehl, Weizenkeime, Sonneblumenkerne, Lammfleisch, Forelle, Hering, Sardinen, Gans, Grillhähnchen, Leber, Niere, Kalbsbries, Kernfleisch, Fleischbrühe, Suppenwürfel, Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen), Steinpilze, Brokkoli.
Mittlere Purinkonzentration findet sich noch in: Muskelfleisch, Bierschinken, Scholle, Artischocken, Schwarzwurzeln, Spinat, Spargel, Rosenkohl, Champignons. Diese Lebensmittel nur in kleinen Mengen essen!
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Auch reagiert jeder Mensch v.a. bei den Nahrungsmitteln mit mittlerem Puringehalt unterschiedlich empfindlich!
Apotheke am Bahnhof, Inh.: Sabine Jacobs e.K., Bahnhofstrasse 2, 94474 VilshofenTel.: 08541/913000, www.apotheke-am-bahnhof.eu, info@apotheke-am-bahnhof.eu
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